Fung Wah Biennial

Im März 2016 beauftragte Flux Factory 25 in den USA ansässige und internationale Künstler / Künstlergruppen, für die erste Fung Wah Biennial ortsspezifische Werke für drei Chinatown-Buslinien im Nordosten der USA zu schaffen.

Während der Fahrten nach Boston, Philadelphia und Baltimore werden Künstler Performances, Projektionen, Klangarbeiten, webbasierte Projekte und andere soziale Interventionen zeigen, die Erfahrungen verstärken oder die nuancierte Politik des Transits herausarbeiten.

An jedem Samstag im März wird ein Bus von New York City aus zu einer neuen Stadt und zurück fahren. Die Künstler wurden aufgefordert, Werke zu schaffen, die sich mit der Geschichte und der Infrastruktur dieser besonderen Buslinien sowie mit der physischen und emotionalen Erfahrung des Reisens auseinandersetzen. Einige Werke betrachten den Transit durch die Linse der Freizeit oder hinterfragen seine Banalität und Isolation, während andere sich mit der Migration als einem Akt der Notwendigkeit oder des Überlebens auseinandersetzen. Die Arbeiten werden sowohl im Bus auf dem Weg zu und von ihrem jeweiligen Zielort als auch vor Ort in der jeweiligen Stadt präsentiert. Das Publikum besteht zumeist aus bekannten Teilnehmern der Fung Wah Biennale, kann aber auch aus Personen bestehen, die einfach nur mit dem ausgewählten Bus reisen (d. h. unbeteiligte Zuschauer).

Der Anstoß für diese Ausstellung ist dreifach: Die drohende Abwanderung der meisten aufstrebenden Kunsträume in New York City aufgrund steigender Lebenshaltungskosten; die Erfahrung des Reisens, ob in der Freizeit oder aus der Not heraus; das unglaubliche, preiswerte Netz von Bussen zwischen Chinatowns im Nordosten der USA und darüber hinaus, und insbesondere die Ehrung der Schließung des ursprünglichen Unternehmens im Jahr 2015, der Fung Wah Buslinie.

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